Forßmann, Werner Theodor Otto, Prof. Dr. med. Dr. h.c.

Nachname:
Forßmann
Dieses Bild zeigt Dr. Theodor Forßmann
Vorname:
Werner Theodor Otto, Prof. Dr. med. Dr. h.c.
genannt:
 
Religion:
ev.
geboren:

Berlin 29.8.1904


gestorben:

Schopfheim 1.6.1979


Vater:

Forßmann Julius
*Straßburg 29.11.1876
†(gef.) Swistelniki (Galizien) 16.9.1916; Rechtsanwalt


Mutter:

Hindenberg Emmy,
*Berlin 2.3.1881,
†Wies-Wambach (Kr. Lörrach) 23.7.1946


curriculum vitae:

Besuch des Askanischen Gymnasiums in Berlin; ab 1922 Studium an der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität; 1929 Staatsexamen; 1929 Assistenzarzt in der Auguste-Victoria-Klinik in Berlin-Eberswalde; 1929 Volontärassistent an der Berliner Charité; 1932 Beginn einer Facharztausbildung als Urologe in Mainz; 1933 – 1936 Oberarzt im Rudolf-Virchow-Krankenhaus Berlin; 1936 – 1938  Oberarzt im Stadtkrankenhaus Dresden-Friedrichstadt; 1938/39 Oberarzt im Robert-Koch-Krankenhaus Berlin; ab 1939 Sanitätsoffizier, später Surgeon major, amerikanische Kriegsgefangenschaft; 1945 – 1948 Berufsverbot; 1948-50 praktischer Arzt der Gemeinde Wies; seit 1950 urologische Praxis in Bad Kreuznach mit Belegbetten in den Diakonie-Anstalten; 1956 erhielt er hier die Nachricht der Zuerkennung des Nobelpreises; 1958 Berufung zum Chefarzt der chirurgischen Abteilung des evangelischen Krankenhauses in Düsseldorf, wo er bis zu seiner Pensionierung 1970 tätig war; danach wohnhaft in Wies.


Heirat:

Engel Elisabeth Maria Margareta Klara Dr. med. * Bingen 25.2.1906 verh. Mainz 7.12.1933


Kinder:

Klaus *Berlin 1934, Knut *Berlin 1936, Jörg *Berlin 1938, Wolf-Georg *Berlin 1939, Bernd *Berlin 1940, Renate *Schopfheim/Wiesental 1943


Parteimitgliedschaften/ Vereinsmitgliedschaften:

seit 1932 Mitglied des NSDAP; Mitglied der deutschen urologischen Gesellschaft; Mitglied des „American College of Chest Physicians“; Mitglied des deutschen Kinderschutzbundes; ab 1962 Mitglied des Exekutivorgans der deutschen chirurgischen Gesellschaft; Ehrenmitglied der schwedischen Gesellschaft für Kardiologen


Auszeichnungen/ Orden:

1954 Verleihung der Leibniz-Medaille der Akademie der Wissenschaften der DDR; 1956 Verleihung des Nobel-Preises für Medizin (mit  André Frédéric Cournand und Dickinson Woodruff Richards); 1956 Honorarprofessur an der Universität Mainz; 1957 Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Bad Kreuznach; 1964 Honorarprofessor an der Medizinischen Akademie in Düsseldorf und im gleichen Jahr Honorarprofessur an der argentinischen Universidad Nacional de Cordoba; 1964 Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband; 1971  Ernennung zum Commandeur dans l’Ordre des Palmes Académiques; 1977 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Berliner Humboldt-Universität; 1991 wird das Eberswalder Krankenhaus (Berlin) in Werner-Forßmann-Krankenhaus umbenannt; 2000 stiftet die Ruhr-Universität Bochum den Werner-Forßmann-Preis; Ehrengrab in Wies


Veröffentlichungen der Person:

„Berliner Klinische Wochenschrift“ vom 5.11.1929: Über die Sondierung des rechten Herzens; 1957 mit Bolt und Rink: Selective Lungenangiographie; 1972 Vorstoß ins Herz; 1972 Selbstversuch. Erinnerungen eines Chirurgen.


Veröffentlichungen zur Person/ Werkverzeichnis:

umfangreiche Artikel in ärztlicher Fachliteratur, u.a. Artikel in Humboldt (Zeitung der Humboldt-Universität) 98/99: Selbstversuch am Herzen; Artikel in Humboldt 03/04: Ingrid Graubner, Der Weg zum Herzen; Ärztezeitung 27.8.04: Ralf Bröer, Der Herzkatheter-Selbstversuch: Dichtung und Wahrheit; Davies/Hollmann: Werner Forßmann; Werner Forßmann, Nachruf von H. Schadewaldt, Düsseldorf; James M. Steckelberg (Mayo Medical School), Werner Forssmann and his unusual success story; F. Dudley Hart (London): Werner Forssmann. The original cardiac caztheterization; Renate Forssmann-Falck, Werner Forssmann: A Pioneer of Cardiology


Abbildungen:

Zusammenfassende Würdigung:

Brigitte Rasselenberg



 
 
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