Industriekletterer kontrollieren die Stabilität der Pouilly-Brücke

Der Rotenfels ist als höchste Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien eine Herausforderung für die Klettersportler. Nicht weit davon auf der Pouilly-Brücke zwischen Bad Münster und Ebernburg klettern heute drei Männer von „High move“, einer Fachfirma aus Mannheim, in 40 Meter Höhe. Unter Anleitung von Klaus Gnam prüfen sie das Brückenbauwerk auf mögliche Schäden.

 

Fußgänger und Radfahrer bleiben stehen und blicken immer wieder nach oben. Die Industriekletterer kontrollieren die Stahlseile auf mögliche Risse und Korrosionsschäden. Auf der Brücke werden die Holzbohlen auf „Fäulnis“ untersucht. Überprüft werden alle Brückenbauteile, so auch der Beton. Als Sofortmaßnahme wurden über beschädigte angefaulte Holzbohlen Riffelbleche geschraubt, die für Stabilität sorgen.

Klaus Gnam hat seit 1. August diesen Jahres eine halbe Stelle beim Bauamt der Stadt und arbeitet darüber hinaus noch als selbstständiger Bauwerksprüfer. In den vergangenen Wochen hat er bereits ein halbes Dutzend Fußgängerbrücken (z.B. Ellerbachbrücke und das Hombes-Briggelsche) überprüft. In der Zeit vom 6. bis 10. November werden noch folgende Brücken kontrolliert: Schwimmbadbrücke, Brücke Kaiserau, Friedrichsbrücke, Geesebrick, Quellenhofbrücke und Jahrmarktsbrücke. Dabei sind  Sperrungen teilweise oder ganz notwendig.

Die Untersuchungsergebnisse liegen bis Jahresende vor.


Foto: Industriekletterer aus Mannheim unterstützen Klaus Gnam (unten stehend) bei seiner Brückenprüfung.